Telekom Austria will schlanker werden - Die Telekom Austria
http://www.telekom-austria.at hat mit 1. Dezember ihre beiden Töchter
Telekom Austria Czech Republic und die slowakische eTel an den
tschechischen Internet- und Datenanbieter Dial Telecom verkauft. Wie
pressetext aus dem Umfeld der Unternehmen erfuhr, erwägt die Telekom
Austria bereits seit über einem Jahr, die Gesellschaften aus
Rentabilitätsgründen abzustoßen. "Da die Telekom Austria Probleme im
Festnetzsegment hat, will man im Ausland nur noch beim Mobilfunk
expandieren", so ein Brancheninsider gegenüber pressetext.
Die Telekom Austria Czech Republic bietet neben Festnetz- auch
Internetdienste unter der Marke Volny an und zählt eigenen Angaben
nach Ende 2007 rund 135.200 Kunden. Allein im Vorjahr konnten sich die
Tschechen über einen Anstieg der Umsatzerlöse um 26,1 Prozent auf 30,6
Mio. Euro freuen. "Obwohl die Telekom Austria im Frühjahr 90 Mio. Euro
für 100 Prozent an der eTel-Gruppe bezahlen musste, scheinen sich die
Geschäfte in Ungarn, Polen, Tschechien und der Slowakei nicht in dem
Maße gewinnbringend ausbezahlt zu haben", sagt der Branchenexperte
gegenüber pressetext.
Wie tschechische Medien berichten, wurden beide Verkaufstransaktionen
bereits vollständig abgeschlossen. Zum vereinbarten Kaufpreis wollte
sich die Telekom Austria auf Nachfrage von pressetext jedoch nicht
äußern. Obwohl die Österreicher zu den beiden Verkäufen bislang keine
weiteren Informationen zur Verfügung gestellt haben, wird bereits
darüber spekuliert, dass der Konzern den Verkaufspreis bei der
Präsentation der Zahlen für das vierte Geschäftsquartal bekannt gibt.
Der Käufer beider Gesellschaften gilt in der Branche als gut am Markt
positioniert. "Dial Telecom verfügt über eine ausreichende
Infrastruktur, die wichtig ist, weil mit der Telekom Austria Czech
Republic im Verbund zusammengearbeitet werden soll", erklärt der
Insider im Gespräch mit pressetext.
"Der Kauf der Gesellschaften stellt für uns eine optimale Ergänzung zu
unserem bestehenden Portfolio dar. Bereits seit 2000 sehen wir ein
immenses Wachstumspotenzial in den osteuropäischen
Telekommunikationsmärkten. Zusammen mit der Telekom Austria Czech
Republic sowie der eTel positionieren wir uns als starken
Marktplayer", zeigt sich Dial-Telecom-CEO Aleš Zeman im Gespräch mit
pressetext überzeugt. Langfristiges Ziel sei es, Dial Telecom in den
boomenden Emerging Markets als Komplettanbieter zu etablieren und über
eigene Netze eigene Services anzubieten, erklärt Zeman weiter. An den
beiden Marken Dial Telecom sowie Telekom Austria Czech Republic will
der CEO hingegen nicht rütteln.

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