Freitag, 29. Februar 2008

Offizielles Stadtwappen für Litschau

Geist der guten Zusammenarbeit nicht aufs Spiel setzen

Im Adalbert Stifter-Saal in Litschau übergab Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute, 28. Februar, der rund 3.000 Einwohner zählenden Stadt das "gebesserte" Stadtwappen. Das älteste überlieferte Siegelbild der Stadtgemeinde Litschau stammt aus dem 13. Jahrhundert, das Wappen war aber nie urkundlich verliehen worden und existierte in abweichenden Darstellungen. Das offizielle Stadtwappen zeigt nun ein gotisches Schild mit zwei gekreuzten Hellebarden.

"Die Wurzeln für Erfolg, Dynamik und Anziehungskraft liegen in einer langen Geschichte und Tradition, im Wissen um das Wirken einer höheren Macht und in der Liebe zur Heimat", zeigte sich Pröll überzeugt. Neben dem Stolz im Blick zurück und der Kraft für einen weiteren zukunftsträchtigen Weg gelte es, das Erbe der Vorfahren zu bewahren und für die nächsten Generationen zu gestalten. Diese Werte hätten Jahrhunderte überlebt und würden auch weiterhin "den Kitt der Gesellschaft bilden".

Den der Überreichung des Wappens vorangegangenen einstimmigen Beschluss der NÖ Landesregierung wertete Pröll als Zeichen für sein Bemühen, ein Landeshauptmann für alle Niederösterreicher zu sein. Dieser gute Geist der Zusammenarbeit und des gemeinsamen Gestaltens dürfe nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. "Das Miteinander muss stets die Oberhand gegenüber dem Gegeneinander behalten", so Pröll abschließend.

Die Stadtgemeinde Litschau umfasst eine Gesamtfläche von 81 Quadratkilometern und besteht aus den Katastralgemeinden Loimanns, Reitzenschlag, Schandachen, Saass, Hörmanns, Schlag, Schönau, Reichenbach und Gopprechts.

Mittwoch, 13. Februar 2008

Von Glasbläsern und Eiskristallen - Winter im Waldviertel"

"Erlebnis Österreich" am 16. Februar in ORF 2

Holzreichtum und das Vorkommen von Quarzsand, der ein wesentlicher Bestandteil von Glasmasse ist: Das sind zwei Gründe, warum das nördliche Waldviertel seit Jahrhunderten ein Zentrum der Glasproduktion ist. Geprägt wird die Region aber auch durch einzigartige Naturgebiete mit rauem Charme.

Ein "Erlebnis Österreich" aus dem ORF Landesstudio Niederösterreich (Gestaltung: Sabine Daxberger, Kamera: Erich Strommer) zeigt am Samstag, 16. Februar um 17.05 Uhr in ORF 2 beides:
Zum einen Geschichte und Gegenwart der Glasproduktion sowie besonders eindrucksvolle Exponate dieser alten Handwerkskunst. Zum anderen unberührte Winterlandschaften und moderne Freizeiteinrichtungen, die gleichermaßen zum Besuch einladen - z.B. die Waldviertler Schmalspurbahn, das Sole Felsenbad sowie die Xundheitswelt rund um das Moorheilbad Harbach.

Die erste Glashütte des Waldviertels wurde bereits um 1725 in Nagelberg errichtet, von 1850 bis in die Zeit vor dem 2. Weltkrieg erlebte die Glasindustrie in der gesamten Region einen lang anhaltenden Aufschwung. Noch im Jahr 1970 waren alleine zwischen Gmünd und Heidenreichstein 1.000 Menschen in dieser Branche beschäftigt - und bis heute wird in kleineren Betrieben Glas in ganz unterschiedlichen Ausführungen und höchster Qualität hergestellt.

So können in Hirschenwies Glasschleifer bei der Arbeit beobachtet werden, in Altnagelberg wiederum sind es Glasbläser, und in Gmünd ist die 5.000 Jahre alte Technik des Verschmelzens Grundlage für moderne Produkte. Das "Erlebnis Österreich" führt aber auch in das Glasmuseum von Altnagelberg, das einen Einblick in 300 Jahre Glaserzeugung gibt - u.a. mit kostbarem Zier- und Dekorationsglas wie einem Prunkstück der Firma Lobmeyer für die Weltausstellung 1876 und einem Zwischengoldglas des berühmten Glasmalers Josef Mildner.